Alexander Carsten

Alexander Carsten (*1968) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Malerei steht in der Tradition des europäischen ›Informel‹, einer Charakteristik, die Geste, Material und einen offenen, prozesshaften Bildaufbau in den Mittelpunkt stellt. Diesen Ansatz entwickelt er zu einer gegenwärtigen, präzisen und eigenständigen Bildsprache weiter.
Frühe Jahre in Berlin und an der Schlei, Leistungssport sowie längere Auslandsaufenthalte prägen seine Wahrnehmung. Nach dem Studium folgt eine Tätigkeit in der Beratung und der Aufbau eines eigenen Unternehmens. Die Malerei begleitet ihn durchgehend und rückt später in den Mittelpunkt seines Schaffens. Heute widmet er sich vollständig seiner künstlerischen Arbeit.

Seine Werke entstehen in einem schichtweisen Verfahren. Farbe wird aufgetragen, verdichtet und wieder geöffnet. Die Oberfläche trägt diese Prozesse als sichtbare Spuren. Riefen, Überlagerungen und lineare Strukturen gliedern den Bildraum und geben ihm Rhythmus. Häufig bildet ein silbrig gefasster Grund das Bildfeld, der Licht aufnimmt und in Bewegung hält.
In diesen Grund treten Figuren in reduzierter Form ein, einzeln oder in kleinen Gruppen. Ihre Konturen bleiben offen, ihre Farbigkeit ist in das Schichtgefüge eingebunden. Ihre Präsenz entwickelt sich aus der Spannung zum umgebenden Feld. Wo mehrere Figuren zusammentreffen, entsteht ein Gefüge aus Nähe und Distanz, das den Blick lenkt.
Das Werk richtet sich auf das Verhältnis von Erscheinung und Bildträger sowie auf die Frage, wie sich ein Bild aus seinem Prozess heraus entwickelt und wie sich Form darin behauptet. Seit März 2026 wird Alexander Carsten von unserer Galerie vertreten.