Mel Thomsen

Mel Thomsen, geboren am 23.06.1976 in Bergneustadt, lebt und arbeitet seit 2007 auf Sylt. Die Insel wurde durch ihren beruflichen Wechsel zu ihrem Lebensmittelpunkt. Sylt prägt ihre Bildwelt bis heute als Ort der Kontraste, der Farben und der permanenten Bewegung zwischen Natur und urbaner Gegenwart.

Thomsen ist Autodidaktin. Seit rund acht Jahren entwickelt sie ihre künstlerische Sprache in einem eigenständigen Hybridstil, der Street Art, Pop-Elemente und maritime Motive verbindet. Ihre Arbeiten entstehen auf unterschiedlichen Bildträgern wie Leinwand, Holz, Steinplatten oder Hanfpapier. Der Materialwechsel gehört zu ihrem Arbeitsprinzip. Er dient der Erweiterung von Oberfläche, Tiefe und Wirkung. Charakteristisch ist ihr expressiver Farbauftrag, häufig in intensiven Leuchtfarben, teils mit fluoreszierenden Pigmenten, die unter Schwarzlicht sichtbar werden. Diese Effekte setzt Thomsen bewusst als zweite Ebene ein. Sie integriert Zeichen, Symbole und versteckte Botschaften, die sich oft erst bei genauer Betrachtung oder durch Lichtveränderung erschließen. Dadurch entsteht eine Bildsprache, die auf unmittelbare Wahrnehmung zielt und zugleich eine verdeckte Lesbarkeit anbietet.

Ihre Motive greifen bekannte Ikonen, Figuren und kulturelle Symbole auf, die sie verfremdet, überzeichnet und emotional auflädt. Thomsens Arbeiten bewegen sich zwischen kontrollierter Komposition und impulsiver Setzung. Der malerische Gestus bleibt sichtbar, die Oberfläche wirkt energetisch, verdichtet und körperlich. Ihre Bilder wirken nah, direkt und emotional, oft mit einer bewussten Reibung.

Mel Thomsen beschreibt ihre Arbeit selbst als »emotionale Malerei«. Sie versteht ihre Kunst als Begegnung und als Mittel, innere Zustände sichtbar zu machen. Das Malen bildet für sie den Kern ihres künstlerischen Antriebs.

Mit ihren Ausstellungen und Werkserien hat sich Thomsen als feste Position innerhalb der Sylter Kunstszene etabliert.
Ihre Arbeiten finden überregional Resonanz und sprechen ein Publikum an, das intensive Farbwelten, starke Bildzeichen und eine unmittelbare Ausdruckskraft sucht.

Website Mel Thomsen